Home > zurück > Zentralkordilliere

Die Zentralkordillere und ihre höchsten Erhebungen:

Die Zentralkordillere ist das größte Gebirge in der Dominikanischen Republik. In ihr finden wir die höchsten Gipfel des Landes und sogar den höchsten Berg der gesamten Karibik, nämlich den Pico Duarte mit seinen 3087 m. Die Kordillere erstreckt sich von der Küstenebene zwischen San Cristóbal und Baní bis in den Nordosten von Haiti, wo sie als Massif du Nord bekannt ist. Die höchsten Erhebungen befinden sich im Massif um den Pico Duarte und im Bereich des Valle Nuevo, südöstlich von Constanza.

Der Kamm der Kordillere ist die Wasserscheide zwischen dem nördlichen Cibao-Tal und dem südlichen Tal von San Juan; er ist außerdem auch die Grenze zwischen den Nationalparks Armando Bermúdez un José del Carmen Ramírez. 

Physiographische Beschreibung

 

Relief. Der Pico Duarte und die Pelona sind Zwillingsberge. Nach den zur Zeit gültigen topographischen Karten haben beide Berge eine Höhe von 3087 m üNN. Mißt man jedoch mit dem Höhenmesser einmal nach, so zeigt sich, daß die Pelona ein paar m weniger als der Pico Duarte hat. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts hießen beide Berge La Pelona, wobei zwischen der Großen und der Kleinen Pelona unterschieden wurde. Die Große Pelona wurde dann in den 30er Jahren Pico Trujillo getauft. Nach dem Tod des Diktators 1961 erhielt der Berg dann seinen jetzigen Namen: PICO DUARTE. In der Luftlinie ist der Pico Duarte nur 1 ½ km von der Pelona entfernt. Die Gipfel werden durch das Vallecito de Lilís (2950 m) voneinander getrennt. Nach Osten und Westen fallen die Zwillingsberge steil ab. Andere wichtige Berge der Umgebung sind: Pico del Barraco (2644 m) und Loma del Viuda (2801 m). Weiter im Osten liegt die Loma la Rusilla mit 3038 m und der Pico Yaque (2761 m).

Vier große Täler entwässern das Massif des Pico Duarte: der Río Bao nach Norden, der Río Yaque del Norte nach Nordosten, Río Blanco und Río Yaque del Sur nach Süden. Westlich des Pico Duarte Massivs befinden sich die Täler des Río Mijo und des Arroyo Limón, die nach Süden entwässern, sowie der Río Mao mit seinen Zuflüssen, der Richtung Norden fließt. Zwischen diesen Tälern erheben sich bis zu über 2000 m hohe Bergkämme.

 

Geologie. Fast die gesamte Zentralkordillere setzt sich aus Gesteinen vulkanischen Ursprungs, wie Tonalitos!, Basalte und Granite, zusammen. Diese Gesteine haben ein Alter von etwa 100 Millionen Jahre, sind mithin sehr viel älter als die Gesteine der anderen Gebirge auf der Insel. Die großen Gebirgstäler, wie das von Jarabacoa, Constanza oder das Valle del Tetero haben alluviale Schwemmböden. In den höheren Zonen der Kordillere finden sich Hinweise auf Vergletscherungen während der Eiszeit.