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Aufgrund der strengeren klimatischen Bedingungen gibt es in den Hochlagen der Kordillere sind weniger Tiere als in den tiefergelegenen Gebieten. Trotzdem kann ein Wanderer mit geübtem Blick auch hier verschiedene Eidechsen und Vögel beobachten.
Einige Tiere wie die Frösche und die großen Vogelspinnen sind nachtaktiv und ruhen während des Tages in ihren Verstecken. Große Tiere gibt es in der Zentralkordillere nicht.

Die Amphibien. Frösche sind die einzigen Vertreter der Amphibien auf Hispaniola. Wir unterteilen sie in zwei Gruppen: Frösche mit aquatischen Larven (Kaulquappen), die meist in der Umgebung von Gewässern vorkommen, und Frösche,  die fertig entwickelt aus dem Ei schlüpfen. Letztere gehören meist der Gattung Eleutherodactylus an und kommen häufig in den Nebel- und Kiefernwäldern vor.


Bisher wurden über 60 Froscharten für die Insel Hispaniola beschrieben, 19 von ihnen kommen im Massif des Pico Duarte vor. In der Nacht können wir ihrem Konzert zusammen mit dem der Grillen lauschen. Es ist jedoch nicht sehr einfach, diese meist sehr kleinen (etwa 2 cm langen) Tierchen aufzuspüren.

Die Reptilien. Die häufigsten Reptilien, die wir am Wegesrand beobachten können, sind Eidechsen der Gattung Anolis. Schnell klettern sie am Stamm der Bäume hoch oder flitzen über den Boden. Auf Hispaniola gibt es keine giftigen Schlangen. Trotzdem gehören die Schlangen zu den am meisten gefährdetsten Tieren: sie werden aufgrund von Vorurteilen und Aberglauben stark verfolgt. So ist es meist einfacher, eine tote als eine lebende Schlange zu Gesicht zu bekommen.

Die Vögel. In Bezug auf Häufigkeit und Artenreichtum sind die Vögel am bedeutendsten in der Zentralkordillere. Vor allem im Morgengrauen hört man ein wahrhaftes Konzert verschiedenster Gesänge. Zu den häufigsten Vögeln zählen die Cuatro Ojos (Phaenicophilus palmarum), Maroita (Contopus hispaniolensis) und die Spechte Melanerpes sriatus und Nectoctites micromegas.  

 In den Laubwäldern und dichten Kiefernwäldern hört man oft den melancholischen Gesang des Jilguero (Myadestes genibarbis). Hier finden wir auch die Paloma turca (Columba squamosa). Früh morgens und am späten Nachmittag ziehen Schwärme von Papageien (Amazona ventralis und Aratinga chloroptera) über unsere Köpfe hinweg. Weniger einfach zu beobachten sind Vögel wie der Pico Cruzado (Loxia leucoptera), ein an die Kiefernwälder angepaßter Vogel. In allen Höhenlagen dagegen können wir das laute Krächzen der Palmkrähen (Corvus palmarum)

Die Säugetiere. Die Jutía (Plagiodontia aedium) ist ein endemischer, meist auf Bäumen lebender Nager, der nachtaktiv ist und daher nur sehr selten gesehen wird. Außerdem wurden für die Zentralkordillere 17 Fledermausarten beschrieben. Die Fledermäuse sind ebenfalls nachts aktiv, tagsüber schlafen sie verkehrt herum hängend in ihren dunklen Unterschlüpfen.